Conditions of Erosion 2026
Eine Schicht endet, eine andere kommt zum Vorschein. In Conditions of Erosion treffen helle Flächen auf Ocker, Braun und gedämpfte rosige Töne. Risse, körnige Stellen und vorspringende Kanten geben den fünf Arbeiten ihre körperliche Oberfläche. Aus der Nähe werden Übergänge sichtbar, die aus der Entfernung zunächst ruhig wirken.
Ich führe keine fertige Vorstellung aus. Ich bereite Bedingungen vor, unter denen etwas entstehen kann, und entscheide im Arbeiten, was bleibt. Dabei ist ein Bruch nicht einfach eine beschädigte Fläche. Er verändert das Bild: Er legt etwas frei, zieht eine Grenze oder verbindet Bereiche, die vorher getrennt erschienen.
Die fünf Quadrate von 2026 gehören zusammen, ohne sich zu wiederholen. Mal bestimmt eine horizontale Schichtkante die Fläche, mal eine diagonale Öffnung oder der Wechsel zwischen dichter Struktur und einem großen hellen Feld. Mich interessiert auch, wie die Arbeiten nebeneinander wirken: Eine ruhigere Fläche lässt die Brüche im nächsten Bild anders hervortreten.
Die Oberflächen können an verwitterte Wände, Erdschichten oder trockene Böden erinnern. Ich lege nicht fest, was darin zu sehen ist. Mir ist wichtiger, dass man genauer hinschaut und etwas Eigenes darin findet.
“Ein Bruch nimmt etwas weg und macht zugleich etwas sichtbar.”




