Chemie & Temperatur · Werkzeug 02

Fotochemie-Verdünnungsrechner

Über diesen Rechner

Entwickler, Stoppbad oder Fixierer: In der Dunkelkammer möchte ich nicht lange darüber nachdenken, wie viel Konzentrat für die Dose gebraucht wird. Hier trägst du Verdünnung und Gesamtmenge ein und bekommst Konzentrat und Wasser getrennt ausgegeben.

Der Rechner ist bewusst einfach gehalten. Für zwei bereits vorhandene Lösungen mit unterschiedlichen Konzentrationen gibt es den ausführlicheren Mischungsrechner. Hier geht es um den schnellen Ansatz einer Arbeitslösung aus Konzentrat oder Stammlösung und Wasser.

Rechnen, dann ausprobieren.

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Plus = Konzentrat + Wasser. Doppelpunkt = Konzentrat : Gesamtmenge; Herstellerangabe prüfen.

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So verwendest du den Rechner

  1. Übernimm die Verdünnung aus dem Datenblatt, am besten in der eindeutigen Plus-Schreibweise, etwa 1+9.
  2. Trage die benötigte Gesamtmenge der Arbeitslösung in Millilitern ein. Die Füllmenge steht häufig auf der Entwicklungsdose.
  3. Miss die ausgegebenen Mengen ab. Prüfe zusätzlich die Mindestmenge Konzentrat pro Film und die Verarbeitungstemperatur.

Was hinter der Rechnung steckt

Konzentrat = Gesamtmenge × Konzentratteile / Summe aller Teile

1+9 bedeutet einen Teil Konzentrat und neun Teile Wasser. Zusammen sind das zehn Teile. Für 1+25 sind es entsprechend 26 Teile. Die erste Zahl muss nicht eins sein: Auch 2+8 lässt sich rechnen.

Bei der Doppelpunkt-Schreibweise verwendet dieses Werkzeug ausdrücklich das Verhältnis Konzentrat zur Gesamtmenge. 1:10 entspricht hier also 1+9. Hersteller und ältere Anleitungen verwenden den Doppelpunkt nicht immer gleich. Wenn eine Angabe unklar ist, hat das zugehörige Datenblatt Vorrang.

Eine mathematisch passende Verdünnung sagt noch nichts über die Kapazität aus. Besonders bei stark verdünntem Entwickler kann die Dose zwar voll sein, aber zu wenig aktive Stammlösung für die Filmfläche enthalten. Auch Mehrfachverwendung und Erschöpfung werden hier nicht berechnet.

Ein Beispiel zum Nachrechnen

500 ml bei 1+9 bestehen aus 50 ml Konzentrat und 450 ml Wasser. Für 1+50 und dieselbe Gesamtmenge sind es ungefähr 9,804 ml Konzentrat und 490,196 ml Wasser.

Darauf solltest du achten

  • Das Ergebnis ist eine Mengenrechnung, keine Empfehlung für eine bestimmte Film-Entwickler-Kombination.
  • Arbeitslösung und Stammlösung sind nicht immer dasselbe. Prüfe, worauf sich das Verhältnis bezieht.

Häufige Fragen (FAQ)

Was bedeutet eine Entwicklerverdünnung von 1+9?

1+9 bedeutet einen Teil Konzentrat oder Stammlösung und neun Teile Wasser, zusammen also zehn Teile. Für 500 ml Arbeitslösung brauchst du 50 ml Konzentrat und 450 ml Wasser. Bei 1+50 sind es insgesamt 51 Teile, nicht 50.

Ist 1:10 dasselbe wie 1+9?

In diesem Rechner ja: Der Doppelpunkt bezeichnet Konzentrat zu Gesamtmenge. 1:10 entspricht hier einem Teil Konzentrat und neun Teilen Wasser. Manche Fotoanleitungen verwenden den Doppelpunkt anders. Prüfe deshalb immer die Herstellerdefinition; die Plus-Schreibweise ist für den Ansatz eindeutiger.

Reicht die berechnete Arbeitslösung für einen ganzen Film?

Nicht automatisch. Die Dose muss ausreichend gefüllt sein, und zugleich muss die Mindestmenge wirksamen Entwicklers für die Filmfläche vorhanden sein. Eine stark verdünnte Lösung kann die Dose füllen und trotzdem zu wenig Stammlösung enthalten. Mindestmenge und Kapazität findest du im Datenblatt deines Entwicklers.

Bezieht sich die Verdünnung auf das Konzentrat oder auf eine Stammlösung?

Das legt der Hersteller fest. Ein Flüssigkonzentrat wird häufig direkt verdünnt; ein Pulverentwickler wird meist zunächst vollständig zur Stammlösung angesetzt. Gib im Rechner das Verhältnis für genau diese Ausgangslösung ein. Ein Pulveransatz und eine Flüssigverdünnung sind unterschiedliche Arbeitsschritte.

Weiterlesen & Quellen

Wenn du die Grundlagen vertiefen möchtest, findest du hier passende Erläuterungen.

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